hätte er die Gewinne angegeben u. versteuert, hätte er auch die Verluste steuerlich geltend machen können u. entsprechend weniger Steuern zahlen müssen. So wurde er halt für die Gewinne verknackt u. die Verluste interessieren niemanden mehr.
Ich kann mir schon vorstellen das er den "Denkfehler" begangen hat, dass er, wenn er real gar keinen Gewinn mit seiner Zockerei macht, er auch keine Steuern zahlen muss, bzw. das es sich halt aufrechnet.
Das hätte es sich in gewissem Maße auch, wenn er alles korrekt angegeben hätte, hat er aber eben nicht.
So ne Denkweise hab ich auch zeitweilig an den Tag gelegt, für Unterricht im Ausland, hier u. da mal nen Hunni auf die Hand, den ich nicht angegeben hab, nicht aus krimineller Energie, sondern aus Bequemlichkeit/Faulheit, weils einfach extrem ist, das alles anzugeben, zu belegen, usw.
Im Gegenzug meiner privaten Steuergerechtigkeit hab ich nicht alles geltend gemacht, was ich hätte können. Mittlerweile mache ich aber alles korrekt, nicht wegen Ulli, aber ich mache es, auch weil es einfacher geworden ist, dank (abgesetztem) Tablet u. ner Kreditkarte nur für die Firma, jetzt bekommt der Steuerberater wirklich alles, jedes Essen, jede Rolle Tesa, jede Büroklammer wird auf die Firma abgerechnet.
"Gefühlt" zahle ich jetzt keinesfalls mehr, wär mal interessant zu schauen wie es sich wirklich verhält. ^^
Nach meiner privaten Steuerbeichte jetzt aber nochmals meine Sicht der Dinge...
Uli hat für seine Vergehen gebüßt, er wurde bestraft, er saß im Gefängnis, etwas was die meisten, mich eingeschlossen, noch nicht erlebt haben, u. was sicherlich keine einfache Sache ist, u. wir als Gesellschaft sagen, wenn jemand bestraft wurde, im Namen des Volkes, also uns, dann lassen wir es wieder "gut" sein u. derjenige wird wieder "aufgenommen" u. bekommt eine neue Chance. Seine Vergehen sind nach verbüßter Strafe also gewissermaßen abgegolten.
Wenn ein Uli Hoeneß Präsident des FCB e.V. werden möchte, sich zur Wahl stellt, dann entscheiden die Mitglieder dieses Vereins ob sie ihn erneut, trotz seiner früheren Verfehlungen, in dieser Position sehen möchten oder nicht. Es obliegt also jedem einzelnem Mitglied entsprechend zu kommen u. abzustimmen, egal ob pro o. contra Hoeneß.
Ich persönlich sehe keinen Grund, warum ein Mensch, der sicherlich kein Heiliger ist, aber dennoch den FCB im Blut hat wie kaum ein anderer nicht wieder Präsident meines Vereins werden sollte.
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