Dienstag, 9. August 2016

Eine Meinug zu Uli Hoeneß

Es ist völlig irrelevant, ob Uli H. mal was positives für hungernde Kinder getan hat. Ein Chirurg, der regelmäßig seine Frau verprügelt wird auch nicht daran gemessen, dass er täglich Leute operiert und ihnen ein neues Leben ermöglicht.
Es geht auch nur am Rande um Uli H. als Privatmensch, der ein vorbestrafter Verbrecher auf Bewährung ist (abgebüßt hat er noch gar nichts), sondern um eine Person des öffentlichen Interesse, der den Staat, um einen hohen Millionenbetrag betrogen hat und dann nicht mal den Anstand hatte das Ganze tatsächlich aufzuklären. Das gesamte Ausmaß seines Steuervergehens ist bis heute nicht bekannt.
Der gleiche Mensch führt sich seit Jahrzehnten als moralische Instanz auf. Erinnern wir uns an den Fall Daum. Da durfte ein Mann, der ein Drogenproblem hatte, nicht Nationaltrainer werden, weil die Außenwirkung (der Begriff wird noch wichtig) bei diesem Job enorm wichtig ist und dieser wurde von Uli H. als "Verbrecher" tituliert. Auch in Sachen FIFA und UEFA und den dortigen Themen sind Uli H. und K-H. R. immer vorne dabei, wenn es um Verurteilungen geht.
Jetzt ist der FC Bayern ein "Aushängeschild" für die Bundesliga und man überlegt ernsthaft, ob man einen "Verbrecher" als Präsidenten haben soll? Nein, im Gegenteil, man jubelt schon vor der Wahl wie toll das wäre.
Ist aber auch kein Wunder, wenn man von Gestalten wie Winterkorn (VW Affäre schon vergessen?), Rumenigge (Schmuggel) und Beckenbauer (Bestechung) umgeben ist, dass sich da der moralische Kompass vollständig verstellt.

Inwieweit das mit den "Compliance Rules" der beteiligten Firmen wie VW, Adidas (haha, woher kam das Geld für den Steuerbetrug noch?) und Co. überhaupt vereinbar ist, lassen wir mal außen vor.

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