Für mich ist die entscheidende Frage, ob wir es schaffen zur kommenden Saison endlich unser System variabler gestalten zu können.
Die Personalsituation sehe ich ähnlich wie Zocker - ich brauche nicht haufenweise Neuzugänge, der Kader ist stark und auch Anwärter aufs internationale Geschäft. Man hat sehr viel für die Breite getan. Nun gilt es, die Spitze zu verbessern! Auch hier nenne ich keine Namen, da muss man eh auf die sportliche Leitung vertrauen. Das Grundgerüst (Spieler, die ich zwingend halten würde):
- Mats und Sparta: Die beiden sollten die Chance erhalten sich besser ergänzen zu können, dann profitiert meines Erachtens nach der gesamte Defensivverbund von der Ruhe, die für mich beide auszustrahlen in der Lage sind. Ich erhoffe mir bei Sparta einen Schub in Punkto Spielaufbau, so dass Mats sich wieder mehr aufs verteidigen konzentrieren kann. Mit einer stabilen IV auf die sich der Rest des Teams verlassen kann gewinnt man die Spiele.
- Nuri: für mich der Silberstreif am Horizont. Tut mir leid wenn ich bei ihm immer so pathetisch werde, aber er ist für mich DER Führungsspieler, um den es im Mittelfeld gilt das Team aufzustellen. Ackert wie Manni, hat die Übersicht wie Mats und annähernd die technischen Fähigkeiten wie Ilkay.
- Marco und Auba: mir egal wie Klopp das anstellt, ich will die beiden im 4-4-2 sehen! Als vorderste Pressingreihe kannst du keine besseren Jungs finden, die dabei noch so unverschämt torgefährlich sind. Zudem harmonieren beide unglaublich gut.
- Shinji und Ilkay: Die Abfangjäger vor Nuri und Passgeber für die Schnittstellen. Auch hier ist mir wumpe wie Klopp es anstellt, beide sollten bedingungslos gefordert und gefördert werden. Als zentraler Teil der Kombinations-Dreiecke mit Marco und einem Außenspieler unabdingbar für unsere"neue"("alte") Borussia.
Die erste Saisonhälfte hat uns allen verdeutlicht, dass unsere Schlüsselspieler sowohl physisch als auch mental nicht Bundesliga tauglich waren, woraus durch Verunsicherung und Pech diese negativ Serie entstand. Dieser Umstand festigt mich in meiner Überzeugung, dass weder der Kloppsche Fußball noch unsere Spieler ausgedient haben, sondern wir eine Phase der absoluten "Underperformance" zu durchlaufen hatten/haben(?).
Nun gibt es natürlich Raum für Veränderungen im Hinblick auf die kommende Saison. Hier nochmal der Verweis auf die sehr gute Analyse von Zocker. Ich persönlich hoffe darauf, dass man für jeden Flügel einem Spieler aus der Jugend die Chance gibt sich zu beweisen. Dudziak und Passlack kommen mir hier in den Sinn; beide erfüllen meiner Meinung nach die teilweise zu recht eingeforderte spielerische Komponente auf den Außenbahnen und man könnte sie in der kommenden Saison integrieren, hätte mit den "alten Hasen" jedoch die notwendige Absicherung für die schwierigeren Spiele.
Insofern kann man meiner Meinung nach sich diesen Sommer ganz entspannt von zwei bis drei Spielern trennen die sich leider nicht durchsetzen konnten, gleichzeitig die offenen Kaderplätze durch Nachwuchsspieler füllen und je nach Verfügbarkeit 1-2 Spieler für die Spitze holen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die oben aufgeführten Schlüsselspieler uns wieder auf einen CL-Platz führen können und würde alle anderen Transfers auf der Abgangsseite davon abhängig machen, ob man diese Transferperiode überhaupt "Upgrades" an Land ziehen kann.
Grundsätzlich sollte man auch nochmal positiv die monetäre Gesamtsituation erwähnen, welche durch die Vereinsführung geschaffen wurde. Dadurch lässt sich auch in diesen sportlich weniger erfreulichen Zeiten (denn Erfolg kann man bei aller vorhandenen Fachkompetenz nicht erzwingen) weiterhin ruhig und besonnen arbeiten. Es ist nun an Klopp und an Susi die Erkenntnisse dieser Saison in etwas positives in der kommenden Spielzeit umzumünzen.
Sonntag, 29. März 2015
Samstag, 28. März 2015
Kaderplanung Borussia Dortmund 2015 / 2016
Ich würde gern einfach mal unseren aktuellen Kader schmieden. Und zwar wirklich nur momentane Spieler von uns. Einfach aus dem Grund, weil ich gern auch mal von anderen Usern dazu Meinungen hören würde. Bei potenziellen Neuzugängen tauchen ohnehin ständig die selben Namen auf und für richtige Quellen ist es einfach noch zu früh.
TOR
Weidenfeller - Streichkandidat
Für mich ist seine Zeit einfach um. Er scheint es anders zu sehen. Seine kommunikative Art auf dem Platz stört mich.
Langerak
Er ist ein toller Backup. Für einen Stammplatz seh ich ein zu großes Risiko und die Alternativen sind zu schmackhaft.
ABWEHR
Hummels
Seine Leistungen gefallen mir nicht wirklich. Auch die Ausübung des Kapitänsamts ist mir noch zu wenig. Trotzdem hoffe ich auf einen Verbleib. Die aktuellen Gerücht lassen mich noch kalt.
Sokratis
Muss bleiben. Mit ihm kann man eine neue Mannschaft aufbauen, auch wenn er in der Rückrunde seine Form etwas vermissen lässt.
Subotic - Streichkandidat
Schwierig. Er hat sich stabilisiert, aber wir brauchen keine vier Innenverteidiger auf dem Niveau. Da ich Sokratis für stärker empfinde, würde ich hier einen Abgang sehen.
Ginter
Nächste Saison sollte er mehr Einsätze erhalten. Ein Rohdiamant und die Zukunft unserer Innenverteidigung.
Schmelzer
Nur die Verletzungen stören mich. Die werfen ihn unheimlich zurück. Die Rückrunde spielt er klasse und hat immer ein Messer zwischen den Zähnen. Schmelle repräsentiert unseren Verein super. Hier muss nur eine offensivere Alternative her.
Durm
Ärgerliche Saison. Nichtsdestotrotz ein großes Talent. Ihn sollte man nur auf Rechts ziehen.
Dudziak
Könnte die Alternative zu Schmelzer werden.
Piszczek - Streichkandidat
Nicht mehr die Form früherer Tage. Aktuell wirkt er einfach ausgelaugt und kaputt. So weh es tut, aber ein Abgang könnte für frischen Wind sorgen.
Großkreutz - Streichkandidat
Mit Leib und Seele dabei. Das reicht aber nicht mehr. Die Leistungen rechtfertigen selten seine Chancen. Für mich dauerhafter Ersatzspieler und das wird er nicht wollen.
MITTELFELD
Bender - Streichkandidat
Früher top, heute Flop. Seine Spielweise brauchen wir nur international oder gegen München. Sonst helfen uns zwei technisch starke Sechser viel mehr. Dazu unendlich oft verletzt.
Kehl
Sein Abgang ist beschlossen und richtig. Frisches Blut ist nötig.
Kirch
Als Backup absolut brauchbar. Muckt nicht auf und spielt immer solide oder gut.
Gündogan - Streichkandidat
Seine Leistungen rechtfertigen keinen Topvertrag. Dazu seit Jahren abwanderungswillig. Hier kann man den Umbruch einläuten.
Sahin
Nur die Verletzungen tun enorm weh. Um ihn muss eine neue Mannschaft aufgebaut werden. Ein Typ.
Jojic - Streichkandidat
Scheint zu schwach zu sein. Abgang wäre nur die logische Folge.
Mkhitaryan - Streichkandidat
Ein Umbruch kostet Geld, das man an ihm noch verdienen kann. Seine Leistungen sind höchstens durchschnittlich. Irgendwie passt er nicht zu uns. Eine Veränderung könnte beiden Parteien gut tun.
Kagawa
Ihm wird eine volle Vorbereitung gut tun. Seine Ansätze sind immer noch gut, nur die Vollendung fehlt. Könnte zur neuen Saison wieder durchstarten.
Reus
Um ihn muss eine unberechenbare Offensive gebastelt werden. Dazu hat man ihm gegenüber die Verpflichtung, diese furchtbare Saison eine Ausnahme sein zu lassen und im Sommer wieder die Champions League zu erreichen.
Blaszczykowski
Er ist immer noch ein guter Spieler und trägt das Wappen nicht nur auf dem Trikot, sondern auch im Herzen. Vielleicht kein Stammspieler mehr, aber weiterhin für mich ein wichtiger Spieler.
Kampl
Sein Potenzial erkennt jeder. Wenn die Mannschaft im Sommer neu strukturiert wird, dann muss er seine Rolle finden und kann leistungstechnisch explodieren.
STURM
Aubameyang
Einer unserer Lichtblicke. Nicht in jedem Spiel die beste Variante, aber seine Entwicklung ist toll. Hier muss nur eine Alternative geschaffen werden.
Immobile - Streichkandidat
Irgendwie passt es nicht. Dazu kommt, dass man hier benötigtes Geld einnehmen könnte. Für mich deuten mehrere Komponenten auf einen Tapetenwechsel hin.
Ramos - Streichkandidat
Hat es nicht so wirklich geschafft bei uns. Allerdings könnte er nächste Saison einen soliden Backup spielen. Ansonsten sollte man nach Alternativen schauen.
FAZIT
Streichkandidaten:
Weidenfeller
Subotic
Piszczek
Großkreutz
Bender
Gündogan
Jojic
Mkhitaryan
Immobile
Ramos
TOR
Weidenfeller - Streichkandidat
Für mich ist seine Zeit einfach um. Er scheint es anders zu sehen. Seine kommunikative Art auf dem Platz stört mich.
Langerak
Er ist ein toller Backup. Für einen Stammplatz seh ich ein zu großes Risiko und die Alternativen sind zu schmackhaft.
ABWEHR
Hummels
Seine Leistungen gefallen mir nicht wirklich. Auch die Ausübung des Kapitänsamts ist mir noch zu wenig. Trotzdem hoffe ich auf einen Verbleib. Die aktuellen Gerücht lassen mich noch kalt.
Sokratis
Muss bleiben. Mit ihm kann man eine neue Mannschaft aufbauen, auch wenn er in der Rückrunde seine Form etwas vermissen lässt.
Subotic - Streichkandidat
Schwierig. Er hat sich stabilisiert, aber wir brauchen keine vier Innenverteidiger auf dem Niveau. Da ich Sokratis für stärker empfinde, würde ich hier einen Abgang sehen.
Ginter
Nächste Saison sollte er mehr Einsätze erhalten. Ein Rohdiamant und die Zukunft unserer Innenverteidigung.
Schmelzer
Nur die Verletzungen stören mich. Die werfen ihn unheimlich zurück. Die Rückrunde spielt er klasse und hat immer ein Messer zwischen den Zähnen. Schmelle repräsentiert unseren Verein super. Hier muss nur eine offensivere Alternative her.
Durm
Ärgerliche Saison. Nichtsdestotrotz ein großes Talent. Ihn sollte man nur auf Rechts ziehen.
Dudziak
Könnte die Alternative zu Schmelzer werden.
Piszczek - Streichkandidat
Nicht mehr die Form früherer Tage. Aktuell wirkt er einfach ausgelaugt und kaputt. So weh es tut, aber ein Abgang könnte für frischen Wind sorgen.
Großkreutz - Streichkandidat
Mit Leib und Seele dabei. Das reicht aber nicht mehr. Die Leistungen rechtfertigen selten seine Chancen. Für mich dauerhafter Ersatzspieler und das wird er nicht wollen.
MITTELFELD
Bender - Streichkandidat
Früher top, heute Flop. Seine Spielweise brauchen wir nur international oder gegen München. Sonst helfen uns zwei technisch starke Sechser viel mehr. Dazu unendlich oft verletzt.
Kehl
Sein Abgang ist beschlossen und richtig. Frisches Blut ist nötig.
Kirch
Als Backup absolut brauchbar. Muckt nicht auf und spielt immer solide oder gut.
Gündogan - Streichkandidat
Seine Leistungen rechtfertigen keinen Topvertrag. Dazu seit Jahren abwanderungswillig. Hier kann man den Umbruch einläuten.
Sahin
Nur die Verletzungen tun enorm weh. Um ihn muss eine neue Mannschaft aufgebaut werden. Ein Typ.
Jojic - Streichkandidat
Scheint zu schwach zu sein. Abgang wäre nur die logische Folge.
Mkhitaryan - Streichkandidat
Ein Umbruch kostet Geld, das man an ihm noch verdienen kann. Seine Leistungen sind höchstens durchschnittlich. Irgendwie passt er nicht zu uns. Eine Veränderung könnte beiden Parteien gut tun.
Kagawa
Ihm wird eine volle Vorbereitung gut tun. Seine Ansätze sind immer noch gut, nur die Vollendung fehlt. Könnte zur neuen Saison wieder durchstarten.
Reus
Um ihn muss eine unberechenbare Offensive gebastelt werden. Dazu hat man ihm gegenüber die Verpflichtung, diese furchtbare Saison eine Ausnahme sein zu lassen und im Sommer wieder die Champions League zu erreichen.
Blaszczykowski
Er ist immer noch ein guter Spieler und trägt das Wappen nicht nur auf dem Trikot, sondern auch im Herzen. Vielleicht kein Stammspieler mehr, aber weiterhin für mich ein wichtiger Spieler.
Kampl
Sein Potenzial erkennt jeder. Wenn die Mannschaft im Sommer neu strukturiert wird, dann muss er seine Rolle finden und kann leistungstechnisch explodieren.
STURM
Aubameyang
Einer unserer Lichtblicke. Nicht in jedem Spiel die beste Variante, aber seine Entwicklung ist toll. Hier muss nur eine Alternative geschaffen werden.
Immobile - Streichkandidat
Irgendwie passt es nicht. Dazu kommt, dass man hier benötigtes Geld einnehmen könnte. Für mich deuten mehrere Komponenten auf einen Tapetenwechsel hin.
Ramos - Streichkandidat
Hat es nicht so wirklich geschafft bei uns. Allerdings könnte er nächste Saison einen soliden Backup spielen. Ansonsten sollte man nach Alternativen schauen.
FAZIT
Streichkandidaten:
Weidenfeller
Subotic
Piszczek
Großkreutz
Bender
Gündogan
Jojic
Mkhitaryan
Immobile
Ramos
Samstag, 14. März 2015
Warum die meisten Babys Nachtaktiv sind
In den ersten vier Wochen nach der Geburtfolgen Babys noch Ihrem Schlafrhythmus vor ihrer Geburt. Das bedeutet, dass sie in diesen ersten Wochen kaum länger als zwei bis vier Stunden durchschlafen (können). Während des Schlafes wechseln die Phasen von leichtem und tiefen Schlaf wesentlich öfter als bei einem Erwachsenen, was sich in einer häufigen Unruhe zeigt (Grimassen schneiden, leichtes Öffnen der Augen, Strampeln). Man könnte meinen, das Baby wacht gerade auf. Wecken Sie es jetzt nicht durch Berühren oder Ansprechen - warten Sie ab, ob es tatsächlich munter wird oder doch weiterschläft. | |
| Insgesamt verbringt ein Baby etwa die Hälfte der Schlafzeit in einem leichten Schlaf. Diesen leichten Schlaf bezeichnet man als "REM-Phase" (REM = Rapid Eye Movement, die Traumphase mit hoher Gehirnaktivität) - ein Erwachsener verbringt dagegen nur etwa ein Viertel in dieser Phase. In den vielen Abschnitten leichten Schlafes reagieren Baby besonders empfindlich auf Geräusche, Licht und Temperaturschwankungen. | |
| Das noch junge Gehirn braucht eine gewisse Zeit der Entwicklung, um sein Schlafmuster dem eines Erwachsenen annähern zu können. Dieser Prozess - das Erlernen von Tag- und Nachtphasen dauert von Kind zu Kind unterschiedlich lange. In der Regel vergehen drei, vier Monaten, bevor sich ein fester Tag-Nacht-Rhythmus einzustellen beginnt. Allerdings sind auch im zweiten Lebenshalbjahr die REM-Phasen noch recht lang. In dieser Zeit verarbeiten Babys im Schlaf oftmals die vielen Eindrücke noch einmal, die sie tagsüber gesammelt haben. Aufgrund ihrer nun immer schneller fortschreitenden Entwicklung gibt es auch immer mehr zu verarbeiten. Dabei wachen sie oft auf und sind dankbar für ein paar beruhigende Worte. | |
| Um herauszufinden, ob die nächtlichen "Aktivitäten" eine ganz natürliche Ursache haben oder auf eine Schlafstörung zurückzuführen sind, können Sie für Ihren Kinderarzt ein Schlafprotokoll erstellen, indem Sie für den Zeitraum einer Woche schriftlich festhalten, zu welcher Zeit ihr Baby jeweils einschläft und wie lange es schlummert. |
Mittwoch, 11. März 2015
Champions-League Saison 2014/15: Achtelfinalrückspiel: FC Bayern München - Shakhtar Donetsk
Mit einem deutlich engeren Ergebnis als erwartet gehen wir ins Rückspiel des CL-Achtelfinals. Eine defensiv tadellose Leistung mit offensiv jedoch nur vereinzelten Glanzpunkten gibt zumindest eine eindeutige Richtung vor: Mit einem Heimsieg erreichen wir das Viertelfinale, keine Rechenspielchen über Auswärtstore, einfach nur gewinnen! Doch auch drei Wochen nach dem Hinspiel bleibt die Frage bestehen, wieso wir uns offensiv im Hinspiel so schwer taten, so dass wir eigentlich nur zu zwei, drei wirklich gefährlichen Torabschlüssen kamen. Im Folgenden also ein kurzer Blick aufs Hinspiel und mögliche Verbesserungen für das Rückspiel.
Shakhtars Pressing und unsere falschen Entscheidungen: Im STT des Hinspiels hatte ich das Spiel gegen den Ball der Ukrainer als „ballorientiert, den Gegner vor sich her treibend“ bezeichnet. Man konnte speziell in der Anfangsphase genau das beobachten, die Brasilianer in der Offensive agierten sehr aggressiv, nutzten ihre Dynamik gegen den Ball, doch bereits nach 15 Sekunden haben wir die erste Pressingsituation effektiv ausgespielt und haben eigentlich eine perfekte Situation für den ersten Angriff: Hält man mal die Szenerie nach 20 gespielten Sekunden an, so sieht man wie Götze sein Sichtfeld dreht und auf die Viererkette der Hausherren zulaufen kann, die Doppelsechs ist überspielt. Götze spielt den richtigen Pass auf Müller, der dann jedoch nicht den offenen linken Flügel bespielt, sondern versucht Robben mitzunehmen, wobei der Pass an sich schon nicht optimal ist und dadurch sowie durch die schnelle Zugriffsmöglichkeit der Ukrainer die Dynamik der Situation verschenkt ist.
Eine ähnlich gute Möglichkeit ergab sich ab 31:18, Neuers perfekter Schlag Richtung Robben und dessen perfekte Ablage auf Götze eröffnen eine dynamische Situation, in deren Verlauf dann aber Schweinsteiger zu lange den Ball hält, anstatt die Dynamik über Bernat oder Ribéry am Leben zu erhalten. Mit Glück kommt der Ball noch zu Götze, aber Shakhtar hat sich bereits wieder formiert, das Rückwärtspressing von Alex Teixeira gegen Schweinsteiger ist in dem Fall auch lobend hervorzuheben.
Unser geniales Gegenpressing und unsere falschen Entscheidungen: Direkt im Anschluss an obige Szene haben wir eine höchst gelungene Gegenpressingsituation, woraus Rafinha nach dem Ballgewinn vollkommen überhastet abschließt, anstatt die Möglichkeit zu nutzen, über Götze, Schweinsteiger und Robben den offenen Zwischenlinienraum anzuvisieren. Deshalb muss sich der Brasilianer auch ein paar Takte von Götze anhören, genauso wie von Ribéry bei 19:00, als er nach einem völlig verunglückten Befreiungsschlag wieder den Zwischenlinienraum bespielen kann, wo der Franzose völlig frei steht, anstatt die Willy-Sagnol-Gedächtnisflanke zu Srna zu schlagen. Rafinha hatte generell Probleme mit der richtigen Entscheidungsfindung am Strafraum, Szenen wie eben genannte gab es insgesamt öfter (z.B. auch noch bei 29:00), diese Probleme machten häufig sein starkes Gespür für die richtige Aufrückbewegung im Halbraum zunichte.
Nach einem gelungenen Ballgewinn bei 18:05 hat Ribéry eigentlich alle Möglichkeiten, um die Unordnung bei Shakhtar nach dem Abwurf zu nutzen. Er kann die lokale Kompaktheit rechts über Götze und Robben nutzen, er kann kleinräumig Dynamik über Rafinha erzeugen oder den etwas riskanten Diagonalball Richtung Müller versuchen, alles wäre besser gewesen als der beinahe verunglückte Querpass zu Xabi, hier wurde für nahezu null Raumgewinn eine sehr gute Möglichkeit verschenkt, den Gegner richtig ungeordnet zu erwischen. Eine ähnliche Szene - und fast noch tragischer - bei 22:40: Eine perfekte Pressingszene von Schweinsteiger, Götze, Müller und Ribéry, die die beiden 6er der Gastgeber einkesseln, den Ball erobern und dann sogar fast eine Überzahlsituation haben. Der vollkommen überhastete Pass von Ribéry macht diese geniale Gelegenheit aber zunichte, Schweinsteiger am linken Bildrand breitet nicht umsonst geradezu verzweifelt die Arme aus.
Schlechte Staffelung: Beispielhafte Szene bei 5:25, eigentlich nicht nur für die Partie, sondern für die gesamte Rückrunde. Wir verlagern kleinräumig über das Zentrum auf den linken Flügel, Ribéry bekommt den Ball, und jetzt? Was wir hier haben, ist - wenn man so will - eine diagonale, c-förmige Anordnung unserer Offensive mit der Öffnung des C Richtung Zwischenlinienraum und damit ohne jede Präsenz eben dort. Schweinsteiger als linker 8er müsste in dem Fall eigentlich im Halbraum für Anspielstationen sorgen, stattdessen ist er der tiefste Spieler in dieser Szene und der einzige, der sich im Halbraum anbietet, ist der Schiedsrichter, kein Wunder, der Mann ist schließlich Spanier. Ribéry wird dann zwar noch von Bernat hinterlaufen, doch Shakhtar verteidigt das gut und kompakt, da einer der 6er Srna hilft, so dass nur die recht vorhersehbare Flanke Richtung Müller bleibt, was die Ukrainer mit ihren kopfballstarken IV natürlich problemlos verteidigen können. Wie es richtig geht, zeigt Schweinsteiger dann schon ein paar Sekunden später, bei 5:55, mit schönem Direktspiel über Bernat und Ribéry kommt der Kapitän hinter die Abwehr und holt gegen Fred immerhin einen Freistoß in Strafraumnähe heraus, der dann zur wohl potentiell besten Chance im ganzen Spiel führt, wobei Robben nach Xabis flacher Hereingabe am Elfmeterpunkt nur um Haaresbreite am Torschuss gehindert wird. Im weiteren Verlauf gab es unzählige weiterer Situationen, in denen wir dann gute Präsenz im Zwischenlinienraum hatten (v.a. Schweinsteiger, aber auch Ribéry), letztlich aber kleinere Probleme z.B. in der technischen Verarbeitung der Pässe gefährlichere Situationen verhinderten. Diese Konstellationen sind allerdings eine gute Option für das Rückspiel, falls sich Shakhtar-Coach Lucescu wieder für Cholera anstatt Pest entscheidet (s.u.).
Die schlechten Staffelungen gab es aber auch im Strafraum. Ein Paradebeispiel findet sich ab 12:25. Hier ist der Angriff zunächst exzellent vorgetragen, Götze positioniert sich gut im rechten Halbraum, legt auf Robben am Flügel ab, der den perfekten Laufweg Rafinhas im Halbraum bedient, woraufhin die Doppelbewachung Robbens perfekt ausgespielt wurde, zumal Taison irgendwie keine Lust mehr auf Defensivarbeit zu haben schien. Per Doppelpass kommt Robben wieder an den Ball, zieht in den Strafraum und könnte nun problemlos auf einen Spieler an der Strafraumgrenze ablegen, wenn denn da einer stünde. Ribéry und Müller gehen jedoch beide den Weg an den Fünfmeterraum, anstatt dass sich einer am 16er anbietet, so geht der Ball und damit auch die Chance verloren.
Weitere Lösungsansätze: Einen guten Lösungsansatz haben wir eigentlich selbst schon vorgegeben, und zwar ab 1:30. Robben mit einem seiner typischen Läufe parallel zur Sechzehnerlinie, dazu der perfekt getimete Lauf von Schweinsteiger, der die Staffelung der Ukrainer völlig auf dem falschen Fuß erwischt. Srna und Douglas Costa decken beide den (Flach-)Passweg zu Ribéry zu und realisieren zu spät, dass den Schweinsteiger eigentlich keiner auf dem Zettel hatte, der kommt an der Strafraumgrenze völlig frei zum Abschluss und hätte den Ball womöglich sogar noch annehmen können, so überrumpelt waren die Gastgeber von Schweinsteigers Spezialdisziplin des vertikalen Strafraumlaufs, mit dem er vorige Saison z.B. schon United überraschte (eine ähnliche Szene gab es bei 11:40 nach einer Rafinha-Halbfeldflanke). Dadurch dass Xabi gesperrt fehlt, wird Schweinsteiger die tiefe 6 übernehmen, so dass diese Läufe wohl ausgeschlossen sind, aber Alaba als Verbindungsspieler hätte grundsätzlich auch die Fähigkeit zu diesen Läufen anzusetzen, auch wenn ihm wohl die Erfahrung fehlt, die Situation und die Gelegenheit für diese Vertikalbewegung richtig einzuschätzen.
Bei 25:50 sieht man ähnliche Bewegungen, auch wenn Robbens Pass in dem Ausschnitt nicht wirklich optimal war, aber mit diesen Vertikalläufen kann es aus der geordneten Ballzirkulation heraus gehen, in der Offensive haben wir gegen die etwas hüftsteifen Verteidiger der Ukrainer Schnelligkeits- und Dynamikvorteile.
Einen guten, wenn auch eher seltenen Lösungsansatz stellen auch Tempogegenstöße dar, die es z.B. bei 9:57 gab. Die perfekte Antizipation von Taisons Pass durch Boateng eröffnet Robben die Chance zum Konter, nach dem anschließenden Pass ist der Winkel für Müller allerdings einen Tick zu spitz. Dennoch: Konter könnten speziell nach einer potentiellen Führung ein Mittel sein, da die Offensivkünstler Shakhtars teilweise zu sehr riskanten Offensivaktionen neigen und so häufig gefährliche Ballverluste provozieren. Nicht zuletzt sollen natürlich auch die Seitenverlagerungen v.a. von links nach rechts nicht unerwähnt bleiben, die wir in dieser Saison schon so häufig sahen. Im Hinspiel waren diese zwar offensiv kein allzu großer Faktor, da Shakhtar - anders als die Roma zum Beispiel - in Nähe des eigenen Tors wenig horizontalkompakt verteidigte und deswegen Robben immer gut bei diesen Verlagerungen zustellen konnte. Sie nahmen so natürlich breite Lücken für Passwege in den Zwischenlinienraum in Kauf, die wir aber - wie oben erwähnt - entweder gar nicht suchten oder schlecht ausspielten, eine Mischung aus Können und Glück also von Shakhtar und deren Coach Lucescu, der unsere Probleme im Zwischenlininenraum in der Rückrunde gut analysierte und im Zweifel diese fehlende Horizontalkompakheit als das kleinere Übel empfand im Vergleich dazu, den eigenen LV öfter in eins-gegen-eins-Duelle mit Robben zu schicken, Shevchuk wäre da wohl auf ähnlich verlorenem Posten wie bspw. Cole in Rom.
Fazit: Potentiell hatten wir speziell in der ersten Hälfte unzählige Möglichkeiten, um zu guten Torabschlüssen zu gelangen, insbesondere die vielen höchst attraktiven Ballgewinne im Gegenpressing fielen auf (Müllers beste Chance bei 30:45 entstand ebenfalls aus einer solchen Situation), aber auch aus dem eigenen Ballbesitzspiel heraus gelingen durch Vertikalbewegungen an den Strafraum gute Möglichkeiten, wichtig ist wie so oft Präsenz im Zwischenlinienraum, die Strafraumverteidigung der Ukrainer ist nicht übel, aber nicht auf internationalem Topniveau. Letztlich haben oft kleinere Dinge eine große Chance verhindert, die Form einzelner an diesem Abend war offensiv nicht optimal (v.a. Rafinha, Müller oder Ribéry), aber es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn dies am Mittwoch wieder der Fall sein sollte. Können wir das perfekte Spiel gegen den Ball auch in München auf den Platz bringen, wird der erlösende Treffer eher früher als später fallen und der Einzug ins Viertelfinale sollte letztlich recht souverän gelingen.
Shakhtars Pressing und unsere falschen Entscheidungen: Im STT des Hinspiels hatte ich das Spiel gegen den Ball der Ukrainer als „ballorientiert, den Gegner vor sich her treibend“ bezeichnet. Man konnte speziell in der Anfangsphase genau das beobachten, die Brasilianer in der Offensive agierten sehr aggressiv, nutzten ihre Dynamik gegen den Ball, doch bereits nach 15 Sekunden haben wir die erste Pressingsituation effektiv ausgespielt und haben eigentlich eine perfekte Situation für den ersten Angriff: Hält man mal die Szenerie nach 20 gespielten Sekunden an, so sieht man wie Götze sein Sichtfeld dreht und auf die Viererkette der Hausherren zulaufen kann, die Doppelsechs ist überspielt. Götze spielt den richtigen Pass auf Müller, der dann jedoch nicht den offenen linken Flügel bespielt, sondern versucht Robben mitzunehmen, wobei der Pass an sich schon nicht optimal ist und dadurch sowie durch die schnelle Zugriffsmöglichkeit der Ukrainer die Dynamik der Situation verschenkt ist.
Eine ähnlich gute Möglichkeit ergab sich ab 31:18, Neuers perfekter Schlag Richtung Robben und dessen perfekte Ablage auf Götze eröffnen eine dynamische Situation, in deren Verlauf dann aber Schweinsteiger zu lange den Ball hält, anstatt die Dynamik über Bernat oder Ribéry am Leben zu erhalten. Mit Glück kommt der Ball noch zu Götze, aber Shakhtar hat sich bereits wieder formiert, das Rückwärtspressing von Alex Teixeira gegen Schweinsteiger ist in dem Fall auch lobend hervorzuheben.
Unser geniales Gegenpressing und unsere falschen Entscheidungen: Direkt im Anschluss an obige Szene haben wir eine höchst gelungene Gegenpressingsituation, woraus Rafinha nach dem Ballgewinn vollkommen überhastet abschließt, anstatt die Möglichkeit zu nutzen, über Götze, Schweinsteiger und Robben den offenen Zwischenlinienraum anzuvisieren. Deshalb muss sich der Brasilianer auch ein paar Takte von Götze anhören, genauso wie von Ribéry bei 19:00, als er nach einem völlig verunglückten Befreiungsschlag wieder den Zwischenlinienraum bespielen kann, wo der Franzose völlig frei steht, anstatt die Willy-Sagnol-Gedächtnisflanke zu Srna zu schlagen. Rafinha hatte generell Probleme mit der richtigen Entscheidungsfindung am Strafraum, Szenen wie eben genannte gab es insgesamt öfter (z.B. auch noch bei 29:00), diese Probleme machten häufig sein starkes Gespür für die richtige Aufrückbewegung im Halbraum zunichte.
Nach einem gelungenen Ballgewinn bei 18:05 hat Ribéry eigentlich alle Möglichkeiten, um die Unordnung bei Shakhtar nach dem Abwurf zu nutzen. Er kann die lokale Kompaktheit rechts über Götze und Robben nutzen, er kann kleinräumig Dynamik über Rafinha erzeugen oder den etwas riskanten Diagonalball Richtung Müller versuchen, alles wäre besser gewesen als der beinahe verunglückte Querpass zu Xabi, hier wurde für nahezu null Raumgewinn eine sehr gute Möglichkeit verschenkt, den Gegner richtig ungeordnet zu erwischen. Eine ähnliche Szene - und fast noch tragischer - bei 22:40: Eine perfekte Pressingszene von Schweinsteiger, Götze, Müller und Ribéry, die die beiden 6er der Gastgeber einkesseln, den Ball erobern und dann sogar fast eine Überzahlsituation haben. Der vollkommen überhastete Pass von Ribéry macht diese geniale Gelegenheit aber zunichte, Schweinsteiger am linken Bildrand breitet nicht umsonst geradezu verzweifelt die Arme aus.
Schlechte Staffelung: Beispielhafte Szene bei 5:25, eigentlich nicht nur für die Partie, sondern für die gesamte Rückrunde. Wir verlagern kleinräumig über das Zentrum auf den linken Flügel, Ribéry bekommt den Ball, und jetzt? Was wir hier haben, ist - wenn man so will - eine diagonale, c-förmige Anordnung unserer Offensive mit der Öffnung des C Richtung Zwischenlinienraum und damit ohne jede Präsenz eben dort. Schweinsteiger als linker 8er müsste in dem Fall eigentlich im Halbraum für Anspielstationen sorgen, stattdessen ist er der tiefste Spieler in dieser Szene und der einzige, der sich im Halbraum anbietet, ist der Schiedsrichter, kein Wunder, der Mann ist schließlich Spanier. Ribéry wird dann zwar noch von Bernat hinterlaufen, doch Shakhtar verteidigt das gut und kompakt, da einer der 6er Srna hilft, so dass nur die recht vorhersehbare Flanke Richtung Müller bleibt, was die Ukrainer mit ihren kopfballstarken IV natürlich problemlos verteidigen können. Wie es richtig geht, zeigt Schweinsteiger dann schon ein paar Sekunden später, bei 5:55, mit schönem Direktspiel über Bernat und Ribéry kommt der Kapitän hinter die Abwehr und holt gegen Fred immerhin einen Freistoß in Strafraumnähe heraus, der dann zur wohl potentiell besten Chance im ganzen Spiel führt, wobei Robben nach Xabis flacher Hereingabe am Elfmeterpunkt nur um Haaresbreite am Torschuss gehindert wird. Im weiteren Verlauf gab es unzählige weiterer Situationen, in denen wir dann gute Präsenz im Zwischenlinienraum hatten (v.a. Schweinsteiger, aber auch Ribéry), letztlich aber kleinere Probleme z.B. in der technischen Verarbeitung der Pässe gefährlichere Situationen verhinderten. Diese Konstellationen sind allerdings eine gute Option für das Rückspiel, falls sich Shakhtar-Coach Lucescu wieder für Cholera anstatt Pest entscheidet (s.u.).
Die schlechten Staffelungen gab es aber auch im Strafraum. Ein Paradebeispiel findet sich ab 12:25. Hier ist der Angriff zunächst exzellent vorgetragen, Götze positioniert sich gut im rechten Halbraum, legt auf Robben am Flügel ab, der den perfekten Laufweg Rafinhas im Halbraum bedient, woraufhin die Doppelbewachung Robbens perfekt ausgespielt wurde, zumal Taison irgendwie keine Lust mehr auf Defensivarbeit zu haben schien. Per Doppelpass kommt Robben wieder an den Ball, zieht in den Strafraum und könnte nun problemlos auf einen Spieler an der Strafraumgrenze ablegen, wenn denn da einer stünde. Ribéry und Müller gehen jedoch beide den Weg an den Fünfmeterraum, anstatt dass sich einer am 16er anbietet, so geht der Ball und damit auch die Chance verloren.
Weitere Lösungsansätze: Einen guten Lösungsansatz haben wir eigentlich selbst schon vorgegeben, und zwar ab 1:30. Robben mit einem seiner typischen Läufe parallel zur Sechzehnerlinie, dazu der perfekt getimete Lauf von Schweinsteiger, der die Staffelung der Ukrainer völlig auf dem falschen Fuß erwischt. Srna und Douglas Costa decken beide den (Flach-)Passweg zu Ribéry zu und realisieren zu spät, dass den Schweinsteiger eigentlich keiner auf dem Zettel hatte, der kommt an der Strafraumgrenze völlig frei zum Abschluss und hätte den Ball womöglich sogar noch annehmen können, so überrumpelt waren die Gastgeber von Schweinsteigers Spezialdisziplin des vertikalen Strafraumlaufs, mit dem er vorige Saison z.B. schon United überraschte (eine ähnliche Szene gab es bei 11:40 nach einer Rafinha-Halbfeldflanke). Dadurch dass Xabi gesperrt fehlt, wird Schweinsteiger die tiefe 6 übernehmen, so dass diese Läufe wohl ausgeschlossen sind, aber Alaba als Verbindungsspieler hätte grundsätzlich auch die Fähigkeit zu diesen Läufen anzusetzen, auch wenn ihm wohl die Erfahrung fehlt, die Situation und die Gelegenheit für diese Vertikalbewegung richtig einzuschätzen.
Bei 25:50 sieht man ähnliche Bewegungen, auch wenn Robbens Pass in dem Ausschnitt nicht wirklich optimal war, aber mit diesen Vertikalläufen kann es aus der geordneten Ballzirkulation heraus gehen, in der Offensive haben wir gegen die etwas hüftsteifen Verteidiger der Ukrainer Schnelligkeits- und Dynamikvorteile.
Einen guten, wenn auch eher seltenen Lösungsansatz stellen auch Tempogegenstöße dar, die es z.B. bei 9:57 gab. Die perfekte Antizipation von Taisons Pass durch Boateng eröffnet Robben die Chance zum Konter, nach dem anschließenden Pass ist der Winkel für Müller allerdings einen Tick zu spitz. Dennoch: Konter könnten speziell nach einer potentiellen Führung ein Mittel sein, da die Offensivkünstler Shakhtars teilweise zu sehr riskanten Offensivaktionen neigen und so häufig gefährliche Ballverluste provozieren. Nicht zuletzt sollen natürlich auch die Seitenverlagerungen v.a. von links nach rechts nicht unerwähnt bleiben, die wir in dieser Saison schon so häufig sahen. Im Hinspiel waren diese zwar offensiv kein allzu großer Faktor, da Shakhtar - anders als die Roma zum Beispiel - in Nähe des eigenen Tors wenig horizontalkompakt verteidigte und deswegen Robben immer gut bei diesen Verlagerungen zustellen konnte. Sie nahmen so natürlich breite Lücken für Passwege in den Zwischenlinienraum in Kauf, die wir aber - wie oben erwähnt - entweder gar nicht suchten oder schlecht ausspielten, eine Mischung aus Können und Glück also von Shakhtar und deren Coach Lucescu, der unsere Probleme im Zwischenlininenraum in der Rückrunde gut analysierte und im Zweifel diese fehlende Horizontalkompakheit als das kleinere Übel empfand im Vergleich dazu, den eigenen LV öfter in eins-gegen-eins-Duelle mit Robben zu schicken, Shevchuk wäre da wohl auf ähnlich verlorenem Posten wie bspw. Cole in Rom.
Fazit: Potentiell hatten wir speziell in der ersten Hälfte unzählige Möglichkeiten, um zu guten Torabschlüssen zu gelangen, insbesondere die vielen höchst attraktiven Ballgewinne im Gegenpressing fielen auf (Müllers beste Chance bei 30:45 entstand ebenfalls aus einer solchen Situation), aber auch aus dem eigenen Ballbesitzspiel heraus gelingen durch Vertikalbewegungen an den Strafraum gute Möglichkeiten, wichtig ist wie so oft Präsenz im Zwischenlinienraum, die Strafraumverteidigung der Ukrainer ist nicht übel, aber nicht auf internationalem Topniveau. Letztlich haben oft kleinere Dinge eine große Chance verhindert, die Form einzelner an diesem Abend war offensiv nicht optimal (v.a. Rafinha, Müller oder Ribéry), aber es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn dies am Mittwoch wieder der Fall sein sollte. Können wir das perfekte Spiel gegen den Ball auch in München auf den Platz bringen, wird der erlösende Treffer eher früher als später fallen und der Einzug ins Viertelfinale sollte letztlich recht souverän gelingen.
Quo vadis Mario Götze?
Sorry, aber ich verstehe diese ewige Diskussion um Mario Götze nicht!
Hier werden reihenweise Spieler aufgeführt, die ihn leistungsmäßig überholt haben sollen, spielintelligenter sind und was weiß ich was für Vorzüge haben.
Unter Guardiola spielen wir extrem auf Ballbesitz, scheuen evtl den ein oder anderen Risikoball aus dem wissen, dass schnell vorgetragene Konterangriffe Gift für uns sind.
Außer Barcelona kann keine europäische Spitzenmannschaft in der Liga ein derart stabiles Konstrukt aus erzielten und kassierten Toren vorweisen.
Klar wäre es deutlich spektakulärer, würden wir häufiger das Risiko suchen, Wir hätten vielleicht 10-15 Tore mehr auf dem Konto, nur würden wir dadurch auch deutlich mehr Gegentreffer kassieren, mehr Spiele verlieren.
Ohne ihm was absprechen zu wollen, aber hier wird ein Isco in den Himmel gelobt, der angeblich tolle Entscheidungen trifft, aber scorermaßig hinter Götze herhinkt, in dieser Saison keinen einzigen Scorer in der CL nachweisen kann. Auch wenn für einige "Scorer" nicht das Hauptkriterium sind, so sollte man also Offensivspieler zumindest eine gewisse Quote nachweisen.
Ich würde ihn niemals tauschen wollen!
Dazu solte man nicht vergessen, dass beide Spieler noch sehr jung sind, sich noch entwickeln. Einige sollten mal echt ihre Erwartungen runterschrauben!
Hier werden reihenweise Spieler aufgeführt, die ihn leistungsmäßig überholt haben sollen, spielintelligenter sind und was weiß ich was für Vorzüge haben.
Unter Guardiola spielen wir extrem auf Ballbesitz, scheuen evtl den ein oder anderen Risikoball aus dem wissen, dass schnell vorgetragene Konterangriffe Gift für uns sind.
Außer Barcelona kann keine europäische Spitzenmannschaft in der Liga ein derart stabiles Konstrukt aus erzielten und kassierten Toren vorweisen.
Klar wäre es deutlich spektakulärer, würden wir häufiger das Risiko suchen, Wir hätten vielleicht 10-15 Tore mehr auf dem Konto, nur würden wir dadurch auch deutlich mehr Gegentreffer kassieren, mehr Spiele verlieren.
Ohne ihm was absprechen zu wollen, aber hier wird ein Isco in den Himmel gelobt, der angeblich tolle Entscheidungen trifft, aber scorermaßig hinter Götze herhinkt, in dieser Saison keinen einzigen Scorer in der CL nachweisen kann. Auch wenn für einige "Scorer" nicht das Hauptkriterium sind, so sollte man also Offensivspieler zumindest eine gewisse Quote nachweisen.
Ich würde ihn niemals tauschen wollen!
Dazu solte man nicht vergessen, dass beide Spieler noch sehr jung sind, sich noch entwickeln. Einige sollten mal echt ihre Erwartungen runterschrauben!
Sonntag, 1. März 2015
Mats Hummel Matchwinner gegen Schalke 04
Wahnsinns Spiel! Abartige Passquote (ich meine sogar jenseits der 90 %) und das obwohl er wirklich viel für den Spielaufbau geleistet hat und auch so einige Risikobälle gespielt hat. Einfach traumhaft seine langen Zuspiele in die Spitze, man fragt sich warum er die erst jetzt wieder in dieser Präzision auspackt!
Im Interview mit dem Sportstudio hatte er eben ja darauf verwiesen, dass die Wesensmerkmale des Spielstils und auch der Erfolg von Taktik und deren Umsetzung maßgeblich vom Selbstvertrauen der Spieler selbst abhängig sind und nicht an fehlender Konzentration liegen - eigentlich ja eine banale Sache, und in den schwärzesten Phasen dieser Saison ja doch angezweifelt.
Mats selbst ist aber gewissermaßen der Beweis für diese Behauptung: Er hatte aufgrund eines Trauerfalles ja gar nicht so richtig an den Trainingseinheiten teilgenommen und hat dennoch ein Riesenspiel gemacht. An ihm kann man also gut erkennen, wie viel im BVB - Spiel über Automatismen und auch das nötige Selbstbewusstsein um den Ball nach vorne zu treiben läuft.
Hoffentlich bleibt er von jetzt an von verletzungsbedingten Ausfällen verschont und konserviert die bestechende Derbyform ...
Im Interview mit dem Sportstudio hatte er eben ja darauf verwiesen, dass die Wesensmerkmale des Spielstils und auch der Erfolg von Taktik und deren Umsetzung maßgeblich vom Selbstvertrauen der Spieler selbst abhängig sind und nicht an fehlender Konzentration liegen - eigentlich ja eine banale Sache, und in den schwärzesten Phasen dieser Saison ja doch angezweifelt.
Mats selbst ist aber gewissermaßen der Beweis für diese Behauptung: Er hatte aufgrund eines Trauerfalles ja gar nicht so richtig an den Trainingseinheiten teilgenommen und hat dennoch ein Riesenspiel gemacht. An ihm kann man also gut erkennen, wie viel im BVB - Spiel über Automatismen und auch das nötige Selbstbewusstsein um den Ball nach vorne zu treiben läuft.
Hoffentlich bleibt er von jetzt an von verletzungsbedingten Ausfällen verschont und konserviert die bestechende Derbyform ...
Mats Hummels nach der Krise wieder im Aufwind
Ein Hummels in Topform ist absolut Gold wert. Nur leider ruft er diese immer seltener ab, was mit vielen der hier genannten Gründe zusammen hängen kann.
Sicherlich würde uns ein weiterer Weltklasse-Verteidiger gut zu Gesichte stehen. Vielleicht kann man Ginter dahingehend formen. Oder muss halt zukaufen.
50 Mio. für Hummels wäre schon der Hammer und ne Überlegung wert.
Andererseits muss man fragen, welche Bedeutung hat Hummels für die Mitspieler (vor allem Reus, Ilkay, usw.) und auch welchen Mehrweit in der nationalen und internationalen Wahrnehmung. Das alles sind Faktoren, die heutzutage berücksichtigt werden sollten.
Was seine Kapitänsrolle angeht, finde ich seit Kehls Rücktritt sowieso alles sehr fragwürdig.
Weidenfeller ist für mich ein NoGo als stellvertretender Kapitän - nur weil er ein gewisses Alter hat. Sein Auftreten auf dem Platz ist nicht förderlich. Bestes Beispiel war die Aktion mit Ginter gestern.
Reus - na ok das war sicher auch ein Wink an ihn, dass man auf ihn setzt. Und Marco verkörpert halt gerade den BVB-Traum.
Aber Mats wirkt außerhalb des Platzes stets souverän und gewand, leider bringt er davon überhaupt nix auf den Platz. Wenn ein Spieler in der Abwehr den Mund aufmacht, Anweisungen gibt und motiviert, dann ist das Schmelle.
Ansonsten ist ganz klar Nuri der Chef auf dem Platz.
Bleibt halt die Frage nach der wirklichen Auswirkung des Kapitäns auf die Mannschaft. (Die N11-Diskussion um Lahm als Kapitän ist da vergleichbar).
Was mir diese Saison aufgefallen ist, neue Spieler wurden nicht so offenkundig integriert wie in den Jahren zuvor. Sonst hätte ein Kevin Großkreutz den Ciro sofort mit aufs Zimmer genommen und ihm BVB-Schlager beigebracht. IN der Mannschaft ist definitiv der Wurm drin. Vielleicht hängt das auch mit einer eventuellen Führungsschwäche von Hummels zusammen. Das kann ich nicht qualifiziert beantworten.
Beim Thema unqualifizierte Thesen - Mats hat mit Cathy Fischer ein großes Contra geliefert. Ich find Mats eigentlich sehr eloquent und intelligent aber dann sehe ich diese Frau und denke nur WTF!??!?! ;D
Fazit:
50 Mio sind eine Überlegung wert, man sollte seinen Wert in der Mannschaft, als Sympathieträger und Magnet sowie seine sportliche Stabilität abwegen. Ich würde ihn gern als Stütze des neuen BVB sehen ABER dann muss er endlich einen Schritt wie Boateng gehen und die nötige Konstanz vorweisen.
Also Kapitän sehe ich ihn kritisch, aber immer noch besser als Roman.
Sicherlich würde uns ein weiterer Weltklasse-Verteidiger gut zu Gesichte stehen. Vielleicht kann man Ginter dahingehend formen. Oder muss halt zukaufen.
50 Mio. für Hummels wäre schon der Hammer und ne Überlegung wert.
Andererseits muss man fragen, welche Bedeutung hat Hummels für die Mitspieler (vor allem Reus, Ilkay, usw.) und auch welchen Mehrweit in der nationalen und internationalen Wahrnehmung. Das alles sind Faktoren, die heutzutage berücksichtigt werden sollten.
Was seine Kapitänsrolle angeht, finde ich seit Kehls Rücktritt sowieso alles sehr fragwürdig.
Weidenfeller ist für mich ein NoGo als stellvertretender Kapitän - nur weil er ein gewisses Alter hat. Sein Auftreten auf dem Platz ist nicht förderlich. Bestes Beispiel war die Aktion mit Ginter gestern.
Reus - na ok das war sicher auch ein Wink an ihn, dass man auf ihn setzt. Und Marco verkörpert halt gerade den BVB-Traum.
Aber Mats wirkt außerhalb des Platzes stets souverän und gewand, leider bringt er davon überhaupt nix auf den Platz. Wenn ein Spieler in der Abwehr den Mund aufmacht, Anweisungen gibt und motiviert, dann ist das Schmelle.
Ansonsten ist ganz klar Nuri der Chef auf dem Platz.
Bleibt halt die Frage nach der wirklichen Auswirkung des Kapitäns auf die Mannschaft. (Die N11-Diskussion um Lahm als Kapitän ist da vergleichbar).
Was mir diese Saison aufgefallen ist, neue Spieler wurden nicht so offenkundig integriert wie in den Jahren zuvor. Sonst hätte ein Kevin Großkreutz den Ciro sofort mit aufs Zimmer genommen und ihm BVB-Schlager beigebracht. IN der Mannschaft ist definitiv der Wurm drin. Vielleicht hängt das auch mit einer eventuellen Führungsschwäche von Hummels zusammen. Das kann ich nicht qualifiziert beantworten.
Beim Thema unqualifizierte Thesen - Mats hat mit Cathy Fischer ein großes Contra geliefert. Ich find Mats eigentlich sehr eloquent und intelligent aber dann sehe ich diese Frau und denke nur WTF!??!?! ;D
Fazit:
50 Mio sind eine Überlegung wert, man sollte seinen Wert in der Mannschaft, als Sympathieträger und Magnet sowie seine sportliche Stabilität abwegen. Ich würde ihn gern als Stütze des neuen BVB sehen ABER dann muss er endlich einen Schritt wie Boateng gehen und die nötige Konstanz vorweisen.
Also Kapitän sehe ich ihn kritisch, aber immer noch besser als Roman.
Bundesliga-Saison 2014/15, 23. Spieltag: FC Bayern München - 1. FC Köln
Spielzeit: Freitag, 27. Februar 2015
Spielort: Allianz Arena bzw. Stadion am Kurt-Landauer-Weg, München
Schiedsrichter: noch nicht bekannt
Übertragung: Sky/Sky Go
Kommentator: Wolff Fuss
Mögliche Aufstellungen:
FC Bayern: Neuer - Rafinha, J. Boateng, Badstuber, Bernat - Xabi Alonso - Robben, M. Götze, Alaba, Ribery - Lewandowski
Trainer: Pep Guardiola
Effzeh: Horn - Brecko, Wimmer, Maroh, Hector - Lehmann - Olkowski, Vogt, Matuschyk, Risse - Ujah
Trainer: Peter Stöger
FC Bayern: Martínez (Kreuzbandriss), Thiago (Innenbandteilriss im Knie), Lahm (Bruch des oberen Sprunggelenks)
Fraglich: Benatia (Muskelprobleme)
Effzeh: Gerhardt (Pfeiffersches Drüsenfieber), Helmes (Knorpelschaden im Hüftgelenk)
Fraglich: Peszko (Wadenprobleme)
Wer erinnert sich noch an das Hinspiel dieser Paarung? Xabi Alonso und seine 204 Ballkontakte, David Alaba und seine Rolle als f4, es war trotz des recht unspektakulären Ergebnisses von 0-2 einiges geboten in Köln-Müngersdorf. Der Effzeh ist sich in dieser Hinsicht treu geblieben, wenig Spektakel, aber damit eben auch wenige Abstiegssorgen. Man steht als Dreizehnter zwar nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz, aber wer glaubt wirklich daran, dass die Rheinländer diese Saison sofort wieder den Fahrstuhl Richtung Liga 2 besteigen? Ich zumindest nicht, dafür wirkt das System von Trainer Stöger zu stimmig und konstant, die Kölner stellen mit 25 Gegentoren die fünftbeste Abwehr, sind dabei auch nur ein Tor schlechter als Wolfsburg und Schalke, die recht sorgenfreie Saison des FC ist bislang vor allem auf die exzellente Defensive zurückzuführen. Man hat zwar andersherum auch nur die zweitwenigsten Tore auf seiner Habensseite, aber der generelle Ansatz, zunächst mal in der Aufstiegssaison defensiv gut zu stehen und von dieser Basis weg sich dann offensiv zu verbessern, ist sicher verständlich und naheliegend. Nur eine Sache stört: Die grassierende Heimschwäche. In der Heimtabelle steht man auf Platz 17, in den 11 Heimspielen des FC sind nur 14 Tore gefallen, ligaweit ein einmaliges Phänomen, bei Heimspielen des HSV als zweitgeizigster Mannschaft sind es bislang immerhin 22 Tore, knapp die Hälfte (fünf) der elf FC-Heimspiele endeten torlos. Bei aller Kritik für die meist relativ unansehnlichen Spiele muss man dennoch die defensive Stabilität loben, die es wert ist, im Folgenden mal genauer betrachtet zu werden.
Im Hinspiel gegen den FCB agierte der FC in einem tiefen 4-5-1-System, das mit viel Wohlwollen auch als 4-1-4-1 bezeichnen könnte. Lehmann war der eindeutig tiefste Zentrumspieler, wobei Matuschyk und Gerhardt häufig auf einer Linie mit dem Ex-Löwen agierten, rechts spielten in Brecko und Olkowski zwei gelernte AV, links war in Daniel Halfar zumindest ein Offensivspieler zu finden, der die einsame Spitze Anthony Ujah unterstützte. Wer den FC in den letzten Wochen verfolgt hat, muss sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, um eine ähnliche Herangehensweise auch für Freitagabend vorherzusehen. In der STT-Eröffnung des Hinspiels beschrieb ich das tiefe 4-4-2 des FC im rheinischen Derby gegen Gladbach (endete überraschenderweise 0-0), wobei die beiden Stürmer des FC die gegnerischen IV nahezu vollständig in deren Hälfte gewähren ließ und erst ab der Mittellinie auf die Außen leitend mäßig intensiv attackierten. Wer das Spiel der Kölner am vergangenen Samstag gegen Hannover gesehen hat, wird beobachtet haben, dass sich an dieser Vorgehensweise praktisch nichts geändert hat. Sehr solide Kompaktheit vertikal wie horizontal, viele Mannorientierungen in der eigenen Hälfte, tiefes Mittelfeldpressing durch die beiden Stürmer, die die IV und den spielmachenden 6er des Gegners versuchen auf die Außen zu leiten und eine starke Strafraumverteidigung bedingen die defensive Stabilität des Effzeh, das war in der Hinrunde so und hat sich nun 2015 auch nicht verändert.
Gegen uns dürfte Stöger jedoch wie im Hinspiel einen Stürmer abziehen und erneut eine 4-5-1-haftige Formation mit dem enorm ballsicheren Ujah als einzige Spitze wählen, um uns noch intensiver auf die Flügel zu leiten und die Kompaktheit gerade horizontal im eigenen Sechserraum zu erhöhen. Kein Wunder, dass Xabi Alonso über 200 Ballkontakte hatte, er wurde in seinen bevorzugten Räumen schlichtweg in Ruhe gelassen, Xabi brachte nach 90 Minuten mehr Pässe (185) an den Mann als das gesamte Team des FC (159). Wie knackt man also ein solches Bollwerk? Der Schlüssel ist wie häufig bei uns ein schneller Diagonalball auf rechts nach kleinteiligen Kombinationen auf links. Wer sich das 1-0 von Götze nochmals ansieht, sieht in der Entstehung einen solchen Pass von Alaba auf Robben, der zwar zunächst abgefangen werden kann, dann aber im Gegenpressing eine 2-vs-2-Situation bedingt und letztlich den Ballgewinn samt schneller Kombination und Torerfolg nach sich zieht. Für Freitag dürfte sich also eine ähnliche Spielweise ergeben mit Angriffen hauptsächlich über die linke Seite, womit man möglichst viele mannorientiert verteidigende Gegenspieler auf diesen Flügel ziehen dürfte, um mit einer Seitenverlagerung Robben auf dem rechten Flügel freizuspielen. Wichtig wäre hierbei, dass sich insbesondere Ribéry nicht in zu vielen Dribblings verzettelt, sondern mit den zahlreich vorhandenen Mitspielern sicher und stabil kombiniert, um die Kölner entsprechend herauszulocken. Ballverluste gegen die starken Konterspieler wie Risse, Halfar oder auch Ujah könnten teuer werden.
Fazit: Es dürfte sich eine relativ „einfach“ vorherzusehende Partie entwickeln, beide Mannschaften haben ihre Vorgehensweise im Vergleich zum Hinspiel im Saisonverlauf kaum verändert, so dass die Claims eindeutig abgesteckt sein dürften. Vor allem Geduld und Nervenstärke werden gegen den massiven FC-Abwehrblock gefragt sein, einfache Ballverluste könnten wie erwähnt teuer werden.
Spielort: Allianz Arena bzw. Stadion am Kurt-Landauer-Weg, München
Schiedsrichter: noch nicht bekannt
Übertragung: Sky/Sky Go
Kommentator: Wolff Fuss
Mögliche Aufstellungen:
FC Bayern: Neuer - Rafinha, J. Boateng, Badstuber, Bernat - Xabi Alonso - Robben, M. Götze, Alaba, Ribery - Lewandowski
Trainer: Pep Guardiola
Effzeh: Horn - Brecko, Wimmer, Maroh, Hector - Lehmann - Olkowski, Vogt, Matuschyk, Risse - Ujah
Trainer: Peter Stöger
FC Bayern: Martínez (Kreuzbandriss), Thiago (Innenbandteilriss im Knie), Lahm (Bruch des oberen Sprunggelenks)
Fraglich: Benatia (Muskelprobleme)
Effzeh: Gerhardt (Pfeiffersches Drüsenfieber), Helmes (Knorpelschaden im Hüftgelenk)
Fraglich: Peszko (Wadenprobleme)
Wer erinnert sich noch an das Hinspiel dieser Paarung? Xabi Alonso und seine 204 Ballkontakte, David Alaba und seine Rolle als f4, es war trotz des recht unspektakulären Ergebnisses von 0-2 einiges geboten in Köln-Müngersdorf. Der Effzeh ist sich in dieser Hinsicht treu geblieben, wenig Spektakel, aber damit eben auch wenige Abstiegssorgen. Man steht als Dreizehnter zwar nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz, aber wer glaubt wirklich daran, dass die Rheinländer diese Saison sofort wieder den Fahrstuhl Richtung Liga 2 besteigen? Ich zumindest nicht, dafür wirkt das System von Trainer Stöger zu stimmig und konstant, die Kölner stellen mit 25 Gegentoren die fünftbeste Abwehr, sind dabei auch nur ein Tor schlechter als Wolfsburg und Schalke, die recht sorgenfreie Saison des FC ist bislang vor allem auf die exzellente Defensive zurückzuführen. Man hat zwar andersherum auch nur die zweitwenigsten Tore auf seiner Habensseite, aber der generelle Ansatz, zunächst mal in der Aufstiegssaison defensiv gut zu stehen und von dieser Basis weg sich dann offensiv zu verbessern, ist sicher verständlich und naheliegend. Nur eine Sache stört: Die grassierende Heimschwäche. In der Heimtabelle steht man auf Platz 17, in den 11 Heimspielen des FC sind nur 14 Tore gefallen, ligaweit ein einmaliges Phänomen, bei Heimspielen des HSV als zweitgeizigster Mannschaft sind es bislang immerhin 22 Tore, knapp die Hälfte (fünf) der elf FC-Heimspiele endeten torlos. Bei aller Kritik für die meist relativ unansehnlichen Spiele muss man dennoch die defensive Stabilität loben, die es wert ist, im Folgenden mal genauer betrachtet zu werden.
Im Hinspiel gegen den FCB agierte der FC in einem tiefen 4-5-1-System, das mit viel Wohlwollen auch als 4-1-4-1 bezeichnen könnte. Lehmann war der eindeutig tiefste Zentrumspieler, wobei Matuschyk und Gerhardt häufig auf einer Linie mit dem Ex-Löwen agierten, rechts spielten in Brecko und Olkowski zwei gelernte AV, links war in Daniel Halfar zumindest ein Offensivspieler zu finden, der die einsame Spitze Anthony Ujah unterstützte. Wer den FC in den letzten Wochen verfolgt hat, muss sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, um eine ähnliche Herangehensweise auch für Freitagabend vorherzusehen. In der STT-Eröffnung des Hinspiels beschrieb ich das tiefe 4-4-2 des FC im rheinischen Derby gegen Gladbach (endete überraschenderweise 0-0), wobei die beiden Stürmer des FC die gegnerischen IV nahezu vollständig in deren Hälfte gewähren ließ und erst ab der Mittellinie auf die Außen leitend mäßig intensiv attackierten. Wer das Spiel der Kölner am vergangenen Samstag gegen Hannover gesehen hat, wird beobachtet haben, dass sich an dieser Vorgehensweise praktisch nichts geändert hat. Sehr solide Kompaktheit vertikal wie horizontal, viele Mannorientierungen in der eigenen Hälfte, tiefes Mittelfeldpressing durch die beiden Stürmer, die die IV und den spielmachenden 6er des Gegners versuchen auf die Außen zu leiten und eine starke Strafraumverteidigung bedingen die defensive Stabilität des Effzeh, das war in der Hinrunde so und hat sich nun 2015 auch nicht verändert.
Gegen uns dürfte Stöger jedoch wie im Hinspiel einen Stürmer abziehen und erneut eine 4-5-1-haftige Formation mit dem enorm ballsicheren Ujah als einzige Spitze wählen, um uns noch intensiver auf die Flügel zu leiten und die Kompaktheit gerade horizontal im eigenen Sechserraum zu erhöhen. Kein Wunder, dass Xabi Alonso über 200 Ballkontakte hatte, er wurde in seinen bevorzugten Räumen schlichtweg in Ruhe gelassen, Xabi brachte nach 90 Minuten mehr Pässe (185) an den Mann als das gesamte Team des FC (159). Wie knackt man also ein solches Bollwerk? Der Schlüssel ist wie häufig bei uns ein schneller Diagonalball auf rechts nach kleinteiligen Kombinationen auf links. Wer sich das 1-0 von Götze nochmals ansieht, sieht in der Entstehung einen solchen Pass von Alaba auf Robben, der zwar zunächst abgefangen werden kann, dann aber im Gegenpressing eine 2-vs-2-Situation bedingt und letztlich den Ballgewinn samt schneller Kombination und Torerfolg nach sich zieht. Für Freitag dürfte sich also eine ähnliche Spielweise ergeben mit Angriffen hauptsächlich über die linke Seite, womit man möglichst viele mannorientiert verteidigende Gegenspieler auf diesen Flügel ziehen dürfte, um mit einer Seitenverlagerung Robben auf dem rechten Flügel freizuspielen. Wichtig wäre hierbei, dass sich insbesondere Ribéry nicht in zu vielen Dribblings verzettelt, sondern mit den zahlreich vorhandenen Mitspielern sicher und stabil kombiniert, um die Kölner entsprechend herauszulocken. Ballverluste gegen die starken Konterspieler wie Risse, Halfar oder auch Ujah könnten teuer werden.
Fazit: Es dürfte sich eine relativ „einfach“ vorherzusehende Partie entwickeln, beide Mannschaften haben ihre Vorgehensweise im Vergleich zum Hinspiel im Saisonverlauf kaum verändert, so dass die Claims eindeutig abgesteckt sein dürften. Vor allem Geduld und Nervenstärke werden gegen den massiven FC-Abwehrblock gefragt sein, einfache Ballverluste könnten wie erwähnt teuer werden.
Banished Allgemeine Tips
Allgemeine Tips:
- Wichtig fürs Bauen: Builder sind ziemlich überheblich, und lassen lieber andere die "Drecksarbeit" erledigen. Ernennt die Builder deswegen immer erst dann, wenn das Gebäude auch tatsächlich gebaut werden kann, also alle "im Weg liegenden" Ressourcen entfernt und die Baumaterialien herangetragen wurden.
- Gerade am Anfang solltet ihr immer das Alter eurer Siedler im Auge behalten. Nach dem bauen der ersten Häusergruppe werden alle zeitnah ein Kind bekommen. Achtet darauf, dass ihr eine Schule gebaut und einen Lehrer zugewiesen habt, bevor die Kinder 10 Jahre alt werden !
- Ihr solltet außerdem nach und nach die Ressourcenlimits immer weiter erhöhen, ansonsten steht ihr bei einer größeren Bevölkerung plötzlich ohne Brennholz da.
- Sobal die Gesundheit eurer Siedler anfängt merkbar zu sinken solltet ihr einen Herbalist bauen, damit dieser die kranken versorgen kann. Ein einzelner Herbalist reicht üblicherweise bis sehr spät ins Spiel, um alle eure Kranken zu versorgen. Ich platziere den Herbalist immer neben meinem ersten Sammler.
- Um die Laufwege möglichst gering zu halten würde ich regelmäßig alle Siedler von ihren Arbeiten entfernen und neu zuordnen. Ansonsten kann es vorkommen, dass ein Siedler einen Arbeitsplatz am anderen Ende der Karte zugewiesen bekommt, an dem er allerdings nie ankommen wird wegen der langen Laufzeit. Deswegen überprüfe ich wenigstens alle 2-3 jahre die Laufwege aller Häuser.
- Auf den höheren Schwierigkeitsgraden solltet ihr versuchen, möglichst schnell an Schafe oder Kühe und Saatgut heranzukommen, bevor euer Dorf zu sehr wächst. Eine größere Menschenmenge lässt sich kaum noch durch Sammeln und Jagen mit Nahrung und Kleidung versorgen.
- Im späteren Spiel solltet ihr versuchen Steine zu ertauschen. Das Abbauen von Steinen in Quarries ist sehr zeitaufwendig und gibt einem kaum genug, um größere Gebäude zu bauen. Außerdem ist es nicht möglich Quarries abzureißen, jede Quarrie verkleinert die euch zur Verfügung stehende Fläche also endgültig.
Banished erste Schritte
Erste Schritte
Für den Einstieg empfehle ich euch ein Spiel mit dem Kartentyp Valleys (=Täler), Kartengröße Small (=Klein) und Schwierigkeitsgrad Medium. Dazu das Klima auf Fair und Disasters (=Katastrophen) an. Diese Einstellungen machen es einem nicht zu einfach, sind aber trotzdem gut zu überleben.
Nach dem Start würde ich zuerst das Spiel durch Drücken der Leertaste pausieren, damit man genug Zeit für alle weiteren Einstellungen hat.
Als nächstes sollte man die Ressourcenlimits einstellen. Das ist gerade am Anfang sehr hilfreich, weil man dann benachrichtigt wird, wenn man eine Arbeitskraft anderweitig zuteilen kann. Außerdem kann man so verhindern, dass ein Handwerker z.B. den gesamten Holzvorrat in Brennholz umwandelt, und wir dann keine Gebäude mehr bauen können. Ich empfehle folgende Limits für den Anfang, die man dann nach und nach anpassen kann:
| Clothes | 20 |
| Fuel | 200 |
| Herbs | 50 |
| Tools | 25 |
| Food | 99999 |
Wenn die getan ist, sollte man sich 1-2 Minuten Zeit nehmen, um die Map zu betrachten. Gibt es einen großen, zusammenhängenden Wald in eurer Nähe ? Gibt es ausreichend Steine und Eisen ? Wo ist ein guter Platz für den Bau der ersten Häusergruppe, von dem aus man auch später noch gut expandieren kann ?
Ich empfehle euch, am Anfang (also noch im Pausemodus) ein wenig mit den Gebäuden herumzuspielen. Solange der Bau noch nicht begonnen wurde, könnt ihr die Gebäude wieder kostenlos abreißen. Lasst Platz für Wege, baut diese jedoch noch nicht. Wenn ihr mit einer Gebäudeanordnung zufrieden seid könnt ihr alle Gebäude pausieren und dann später nach und nach bauen lassen. Damit euer Dorf später möglichst effizient funktioniert, sollten alle Gebäude, die innerhalb des Dorfes liegen, um einen Marktplatz herum errichtet werden.
Der Markt funktioniert wie ein Speicher für alles, die hier Tätigen Dorfbewohner werden allerdings dafür sorgen, dass eine gute Ressourcenmischung aus allen Ecken eures Dorfes vorhanden ist. Dadurch muss dann nicht jeder Dorfbewohner selbst zum Holzfäller laufen, wenn er Holz braucht, und spart somit Zeit. Ihr müsst den Markt nicht gleich bauen, aber ihr solltet zumindest schon wissen wo er hinkommt.
Denkt außerdem daran, dass immer erst alle Rohstoffe von einer Fläche entfernt werden müssen, bevor sie bebaut wird. Bei Gebäuden die weit außerhalb liegen solltet ihr also zusätzlich immer einen Stock Pile bauen, damit die Siedler nicht jeden Baum erst ins Dorf tragen und dann wieder zurück zum zu bauenden Gebäude...
So sieht das dann bei mir aus wenn ich die ersten Schritte geplant habe:
Hier sieht man zunächst einmal den Kartenausschnitt, auf dem ich gestartet bin. Eine sehr dankbare Ausgangsposition, da meine Startinsel insgesamt relativ groß ist und eine gute Ressourcenaufteilung bietet.
Banished Gebäude
Gebäude:
- Im Menü F3 findet ihr die Häuser. Es gibt 3 Arten, nämlich Holzhäuser, Steinhäuser und eine Obdachlosenunterkunft. Jedes Haus bietet Platz für eine Familie. Erwachsene Siedler können nur dann Kinder bekommen, wenn sie geheiratet haben und in ein eigenes Haus eingezogen sind. Außerdem dienen Häuser als Lagerplatz für die Nahrung der Familie und zum Erwärmen, denn in Häusern gibt es einen Kamin. Steinhäuser sind teurer als normale Häuser, dafür braucht man weniger Fuel (=Brennholz) um sie warm zu halten.
Das Obdachlosenheim bietet sich an, um Nomaden kurzzeitig unterzubringen, außerdem kann es nach einer Katastrophe wie z.B. einem Brand helfen, weil hier mehrere Familien unterkommen können. Hier können Familien jedoch keine Kinder bekommen und sind allgemein weniger glücklich, es sollte also immer nur kurzzeitig benutzt werden. - Im Menüpunkt F4 sind Infrastrukturgebäude untergebracht. Auf Straßen können Siedler schneller laufen (auf Steinstraßen am schnellsten), Brücken und Tunnel dienen zum Überwinden von Hindernissen wie Flüssen und Bergen.
- Unter F5 sind Speicher und Handelsgebäude zu finden. Storage Barns (=Scheunen) können für alles außer Logs (=Holz), Stone (=Stein), Iron (=Eisen), Coal (=Kohle) und Firewood (=Brennholz) benutzt werden, welche nur auf Stock Piles (=Lagerhaufen) gelagert werden können.
- Das Menü F6 beinhaltet die Town Services, also im Grunde genommen Dienstleistungen. Erwähnenswert ist hier vor allem die Schule, die möglichst früh gebaut werden sollte, denn unausgebildete Arbeiter sind ineffizienter als ausgebildete.
- Im Menüpunkt F7 findet ihr die Gebäude zur Nahrungsproduktion. Alle haben verschiedene Stärken und Schwächen. Ein Gatherer (=Sammler) kann mit wenig Arbeitskraft viel Nahrung produzieren, muss aber in einem Wald platziert werden und belegt dadurch insgesamt eine recht große Fläche. Crop Fields (=Getreidefelder) sind das genaue Gegenteil. Sie brauchen nur eine kleine Fläche, dafür aber relativ viele Arbeitskräfte. Für den Anfang ebenfalls wichtig sind die Hunting Cabins (=Jägerhütten). Sie produzieren zwar nur wenig Nahrung, dafür aber auch Leather (=Leder), und sind ohne Viehherden die einzige Möglichkeit um an Resourcen für Kleidung zu kommen.
- F8 beinhaltet die Gebäude zur Ressourcenproduktion. Für den Anfang sind hier insbesondere der Wood Cutter (stellt Brennholz aus Baumstämmen her), der Tailor (schneidert Kleidung aus Leder + Wolle) und der Blacksmith (schmiedet Werkzeuge aus Eisen und Kohle). Diese 3 Resourcen sollten euch nach Möglichkeit niemals ausgehen. Eine Forester Lodge (Forsthütte) kann genutzt werden, um Wälder nachhaltig zu bewirtschaften, also zum Pflanzen und Fällen von Bäumen.
- Unter F9 findet ihr Befehle zum Entfernen von Ressourcen und Gebäuden. Am Anfang werdet ihr vor allem Harvest Trees (Bäume fällen), Collect Stone (Steine sammeln) und Collect Iron (Eisen sammeln) häufig brauchen. Achtung, fällt nicht zu viele Bäume. Solange einige Bäume übrig bleiben wächst ein Wald wieder nach, ansonsten nicht. Steine und Eisen kann man nur einmalig aufsammeln. Hier könnt ihr außerdem Gebäude wieder abreißen.
Banished
Am 16.3 erschien Banished, das erste Spiel des 1-Mann-Studios "Shining Rock Software".
Banished ist eine Städtebau-Simulation. Wer jetzt zuerst an ein SimCity ähnliches Gameplay denkt liegt allerdings daneben, denn während in ersterem das Makromanagement überwiegt, ist in Banished vor allem Mikromanagement gefragt. So muss man z.B. in der Anfangsphase des Spiels jeden Einwohner genauestens im Blick haben, um eine optimale Strategie entwickeln zu können.
Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ gibt es kein richtiges Ende in Banished. Man gibt zu jedem Zeitpunkt sein bestmögliches, um das Überleben des Dorfes bzw. der Stadt zu sichern. Je nach Schwierigkeitsgrad wird man dabei durch den Aufbau der Karte, Krankheiten, Unfälle, Naturkatastrophen und seine eigenen Fehler behindert. Eine Art Abschluss findet eine Partie allerdings, wenn die ganze Karte bebaut ist. Bis man soweit kommt können aber, je nach eingestellter Spielgeschwindigkeit, Schwierigkeitsgrad, Kartengröße und der eigenen Erfahrung, gut 20-30 Stunden vergehen.
In vielen Kommentaren zum Spiel liest man, dass es nicht besonders anfängerfreundlich ist. Meiner Meinung nach stimmt das nur teilweise. Es trifft zwar zu, dass gerade in den ersten 2-3 Spielen die Einwohner schon nach kurzer Zeit verhungern oder erfrieren, allerdings allerdings liegt gerade darin der Reiz des Spiels für mich begründet. Man entwickelt eine Strategie, scheitert, und entwickelt eine neue Strategie, die hoffentlich besser funktioniert. Aus diesem Grund möchte ich hier keine Schritt-für-Schritt Anleitung verfassen, die ihr 1 zu 1 befolgen könnt, sondern zunächst einmal die verschiedenen Bedürfnisse der Einwohner und Wege zu deren Befriedigung sowie die zahlreichen Menüs im Interface erklären.
Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad (Easy/Medium/Hard) startet ihr mit 6/5/4 Familien und einigen Ressourcen. Auf Medium habt ihr dazu von Anfang an ein wenig Saatgut + eine Scheune, auf Easy sogar eine Viehherde und Häuser.
Wenn ihr nach dem Start einen eurer Siedler anklickt öffnet sich ein Fenster, in dem ihr alle wichtigen Informationen über den jeweiligen Siedler finden könnt. Im folgenden will ich alle einmal kurz erklären:
Banished ist eine Städtebau-Simulation. Wer jetzt zuerst an ein SimCity ähnliches Gameplay denkt liegt allerdings daneben, denn während in ersterem das Makromanagement überwiegt, ist in Banished vor allem Mikromanagement gefragt. So muss man z.B. in der Anfangsphase des Spiels jeden Einwohner genauestens im Blick haben, um eine optimale Strategie entwickeln zu können.
Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ gibt es kein richtiges Ende in Banished. Man gibt zu jedem Zeitpunkt sein bestmögliches, um das Überleben des Dorfes bzw. der Stadt zu sichern. Je nach Schwierigkeitsgrad wird man dabei durch den Aufbau der Karte, Krankheiten, Unfälle, Naturkatastrophen und seine eigenen Fehler behindert. Eine Art Abschluss findet eine Partie allerdings, wenn die ganze Karte bebaut ist. Bis man soweit kommt können aber, je nach eingestellter Spielgeschwindigkeit, Schwierigkeitsgrad, Kartengröße und der eigenen Erfahrung, gut 20-30 Stunden vergehen.
Eine erste Übersicht
In vielen Kommentaren zum Spiel liest man, dass es nicht besonders anfängerfreundlich ist. Meiner Meinung nach stimmt das nur teilweise. Es trifft zwar zu, dass gerade in den ersten 2-3 Spielen die Einwohner schon nach kurzer Zeit verhungern oder erfrieren, allerdings allerdings liegt gerade darin der Reiz des Spiels für mich begründet. Man entwickelt eine Strategie, scheitert, und entwickelt eine neue Strategie, die hoffentlich besser funktioniert. Aus diesem Grund möchte ich hier keine Schritt-für-Schritt Anleitung verfassen, die ihr 1 zu 1 befolgen könnt, sondern zunächst einmal die verschiedenen Bedürfnisse der Einwohner und Wege zu deren Befriedigung sowie die zahlreichen Menüs im Interface erklären.
Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad (Easy/Medium/Hard) startet ihr mit 6/5/4 Familien und einigen Ressourcen. Auf Medium habt ihr dazu von Anfang an ein wenig Saatgut + eine Scheune, auf Easy sogar eine Viehherde und Häuser.
Wenn ihr nach dem Start einen eurer Siedler anklickt öffnet sich ein Fenster, in dem ihr alle wichtigen Informationen über den jeweiligen Siedler finden könnt. Im folgenden will ich alle einmal kurz erklären:
Einwohner:
- Name: Ermöglicht euch, die verschiedenen Siedler voneinander zu unterscheiden.
- Health: Gibt die Gesundheit des Siedlers an. Für die Gesundheit sind vor allem 2 Faktoren verantwortlich, (a) eine ausgewogene Ernährung, und (b) das Vorhandensein eines Herbalists (=Kräutersammler) mit einer ausreichenden Menge an Herbs (=Kräutern).
- Age: Im Alter von 0 bis 10 Jahren sind die Siedler Childs (=Kinder). Mehr bei „Education“.
- Clothing: Gibt den Status der Kleidung des Siedlers an. Je besser, desto länger kann der Siedler im Kalten arbeiten ohne sich aufwärmen zu müssen. Kleidung wird aus Leather (=Leder) und/oder Wool (=Wolle) hergestellt, wobei Kleidung mit einer Mischung aus beiden Ressourcen doppelt so lange warm hält.
- Tool: Das Werkzeug, welches der Siedler zur Zeit benutzt. Möglich sind None (=Keines), Iron (=Eisen) und Steel (=Stahl). Arbeiter ohne Werkzeug werden ineffektiver, Stahlwerkzeuge halten einfach nur länger als Eisenwerkzeuge.
- Gender: Das Geschlecht des Siedlers. Eigentlich ziemlich unwichtig, es werden immer gleich viele Männer / Frauen geboren.
- Happiness: Gibt an, wie glücklich die Siedler sind. Je glücklicher, desto produktiver arbeiten die Siedler. Wird durch eine ganze Reihe von Faktoren beeinflusst. Markets (=Märkte), Wells (=Brunnen), Taverns (=Tavernen), Trading Posts (=Handelsstationen), Cemetries (=Friedhöfe), Chapels (=Kapellen im Sinne von Kirchen), Geburten und Hochzeiten erhöhen die die Happiness, während Mines (=Eisen-/Kohleminen), Quarries (=Steinbrüche), Todesfälle, Krankheiten, Hunger und Kälte die Happiness senken.
- Job: Der Beruf des Siedlers.
- Educated: Ausbildungsstand des Siedlers. Wenn ein Siedler 10 Jahre alt wird versucht er, eine Schule zu besuchen. Wenn es keine Schule gibt bzw. kein Platz mehr frei ist, wird er zum unausgebildeten Arbeiter. Ansonsten wird er für einige Jahre die Schule besuchen und dadurch seine Produktivität erhöhen.
- In dem Feld ganz unten seht ihr, womit der Siedler aktuell beschäftigt ist.
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